Freitag, 7. Oktober 2011

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl - Rezension

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Von Judith Kerr
Erschienen im Ravensburger-Verlag
Kostet in Deutschland als Taschenbuch 7,95 €
240 Seiten

Inhalt: Die zehnjährige Jüdin Anna lebt in Berlin, Anfang des Jahres 1933, während die Nazis kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg stehen. In letzter Minute reist sie zusammen mit ihren Eltern und ihrem zwölfjährigen Bruder Max in die Schweiz. Der Vater hofft dort auf Arbeit, da die Schweiz ja bekanntlich ein neutrales Land ist. Anfangs scheint alles gut zu gehen, Anna und ihr Bruder gehen in die Dorfschule und lernen Freunde kennen, doch ein halbes Jahr später müssen sie weiterreisen, nach Paris, dort hat Anna’s Vater, der sogar Französisch spricht Arbeit gefunden. Doch die beiden Geschwister Anna und Max verstehen hier niemanden, sie kommen auf unterschiedliche Schulen, und müssen eine ganz neue Sprache lernen, was ihnen nicht leicht fällt. Doch nach einigen Anfangsschwierigkeiten leben sich die beiden ganz gut ein, und es gefällt ihnen in ihrem neuen zu Hause, und auch für die Eltern läuft alles gut - die Familie kann erst einmal aufatmen …

Meine Meinung: Wir haben das Buch in der 7.Klasse in der Schule gelesen, und erst einmal hat man ja eher negative Vorurteile gegen Bücher, die in der Schule gelesen werden. Zumindest war das bei mir so. Und dann auch noch ein so heikles Thema, das mich vor dieser Lektüre noch nie interessiert hat. Auch, als wir mit dem Buch begonnen hatten, fand ich es noch langweilig, und es konnte mich nicht überzeugen. Doch dann war ich mal über eine Woche krank im Bett, und hab so viel gelesen, dass ich keine ungelesenen Bücher mehr hatte. Tja, da blieb mir wohl nur eine Möglichkeit: die Schullektüre lesen… Und siehe da, es hat mir wirklich sehr gefallen. Ich finde zwar, dass das Buch eher für 10-12 jährige geeignet ist, aber im Grunde fand ich es nicht schlecht. Nach dem Lesen habe ich erfahren, dass die Geschichte wahr ist – die Autorin hat all das selbst erlebt, nur die Namen hat sie verändert. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich nicht vorher wusste, dass es eine wahre Geschichte ist, denn sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht so gut verkraftet. Es wird zwar auf kindliche Art geschildert, aber auch Jugendliche und Erwachsene können dieses Buch sicherlich gut lesen.

Die Autorin: Judith Kerr wurde am 14. Juni 1923 in Berlin geboren, und ist eine in London lebende Schriftstellerin. 1954 heiratete sie Nigel Kneale, mit dem sie bis zu dessen Tod 2006 verheiratet war. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Jugendbücher, die von der Flucht ihrer jüdischen Familie vor den Nazis erzählen, [„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (1971), „Warten bis der Frieden kommt“ (1975), „Eine Art Familientreffen“ (1979)]. Ihre Bücher wurden unter anderem 1974 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

4,5/5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Wir haben das Buch in der 5.Klasse auch als Lektüre gelesen. Ich fand es voll interressant zu erfahren, wie schwer es für die Menschen zu der Zeit war.

    LG :) von Sabrina von http://sabrinas-books.blogspot.de/

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