Samstag, 7. Januar 2012

Die Bücherdiebin - Rezension

Die Bücherdiebin
Von Markus Zusak
Erschienen im cbt-Verlag
Kostet in Deutschland als broschierte Ausgabe 9,95€
586 Seiten

Inhalt: Deutschland, 1939. Kriegszeit. Der Tod hat viel zu tun, und er hat eine Schwäche für Liesel.
Auf dem Weg nach München zu Pflegeeltern stirbt Liesel’s kleiner Bruder. Bei dessen Beeredigung stiehlt das Mädchen am Grab zum ersten Mal ein Buch. Das Handbuch für Totengräber. Mit diesem Buch entsteht eine tiefe Liebe zu Worten und Geschriebenem, die sie selbst dann nicht verlässt, als ihre ganze Welt zerbricht. Liesel erlebt es, wie die Juden nach Dachau ziehen, ist bei den Bombennächten über München hautnah dabei – und sie überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.

Meine Meinung: „Die Bücherdiebin“, das ist ein Buch, das mir nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen wird. Es war so traurig und unglaublich, dass ich an manchen Stellen Tränen in den Augen hatte. Alles war so wirklich beschrieben und erzählt, da hatte ich oftmals das Gefühl, Liesel zu sein, manchmal stellte ich mir auch vor, der Erzähler zu sein – der Tod. Ja, genau, der Tod erzählt die Geschichte. Das klingt nun vielleicht seltsam, ist es aber nicht. Anfangs war es ein bisschen schwer, in das Buch hineinzutauchen, da ich mich eben erst an die Erzählweise gewohnen musste. Doch nach den ersten 30 Seiten war ich wie gefesselt von dem Buch und habe es relativ schnell durchgelesen (schließlich hat es fast 600 Seiten). Nun komme ich noch ganz kurz zum Cover und zur Aufmachung zu sprechen: Cover gibt es zwei verschiedene. Auf dem einen tanzt der Tod mit Liesel (ich glaube, das ist das ältere, ursprüngliche Cover), und auf dem anderen (das ich auch habe) liegt Liesel auf alten Holzbrettern mit einem Buch in der Hand. Beide finde ich sehr schön und beide passen auch zum Buch. Es ist in 10 Teile unterteilt, und diese 10 Teile noch einmal in mehrere ziemlich kurze Kapitel. Ich wollte wirklich jedes Wort in mich aufsaugen und nichts verpassen, deswegen habe ich pro Seite ein bisschen mehr als eine Minute gebraucht, was für mich schon sehr lange ist. Manche Sätze musste ich auch zwei mal lesen, um sie zu verstehen und vieles habe ich mir in mein Notizbuch für schöne Zitate aus Büchern abgeschrieben. Eines dieser Zitate schreibe ich euch unter meine Meinung. Ich würde das Buch jedem da draußen empfehlen. Ein all-age-Buch ist es auf jeden Fall. Allerdings würde ich es nicht unter 13 Jahren lesen, da es einem schon sehr nahe geht. Das Buch sollte in jedem Regal stehen!

„Stellt euch vor, ihr würdet lächeln, nachdem euch jemand ins Gesicht geschlagen hat. Dann stellt euch vor, ihr müsstet das den ganzen Tag lang tun, vierundzwanzig Stunden lang, Tag für Tag.
So war es, wenn man einen Juden versteckte.“

Der Autor: Markus Zusak, 1975 geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für Der „Joker“ wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. „Die Bücherdiebin“, sein neuestes Werk, stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht. Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über 20 Sprachen übersetzt.

5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Ohne Worte.
    Ich finde, für das Buch gibt es keine ausreichenden Worte!!! Es ist ... unglaublich? fantastisch? traurig? Keins dieser Worte trifft es, was man durchmacht, wenn man es liest und sich erst mal reingefunden hat.

    Tolle Rezi. <3

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  2. Danke für deinen süßen Kommentar <3

    Ich stimme dir da total zu.

    lieb dich <3

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  3. Mir hat das Buch auch so unglaublich gut gefallen <33
    Schöne Rezi :)

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  4. Ich mag das Buch soooooo gerne :)
    Eines meiner Lieblingsbücher!
    Lisel ist mir richtig ans Herz gewachsen :)
    Liebste Grüße
    Corinna

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  5. Ich glaube das Buch gehört zu einen der wenigen, die mir im Gedächtnis bleiben, aber nicht weil das Buch spannend ist, sondern weil es an manchen Stellen so tieftraurig und erschreckend ist, wenn das die richtigen Wörter sind das Buch zu beschreiben

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