Sonntag, 14. Februar 2016

Dschihad Calling - Rezension


Dschihad Calling von Christian LinkerDschihad Calling

Von Christian Lenker

Erschienen im dtv-Verlag

Kostet in Deutschland als broschierte Ausgabe ca. 15 Euro

320 Seiten



Inhalt (Klappentext): Der 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hools belästigt wird - und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stößt ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen?



Meine Meinung: Das Cover hat mich direkt auf den ersten Blick in der Buchhandlung angesprochen, da der Titel sehr heraussticht und mir auch die Farben ins Auge gefallen sind. Die Kurzbeschreibung machte mich ebenfalls total neugierig, da man ja momentan täglich in den Nachrichten von Pediga, Al-Quaida, etc. hört. Bisher habe ich aber noch nicht so wirklich etwas aus Sicht eines Kämpfers im Dschihad, dem Heiligen Krieg, gelesen/gesehen. Der Roman ist aufgebaut aus „normalen“ Erzählungen sowie Tagebucheinträgen, was ich als Abwechslung sehr interessant fand. Jakob, der 18-jährige Protagonist der Geschichte war mir zunächst sympathisch, nach und nach entwickelte er einige Charakterzüge und Meinungen/Ansichten, die ich persönlich nur schwer nachvollziehen konnte, aber bei diesem Thema war mir das von vornherein klar. Dafür konnte ich mich in Samira aber ziemlich gut hineinversetzen. Christian Lenkers Schreibstil gefiel mir gut, war aber nichts Besonderes, was mir noch lange in Erinnerung bleiben würde. Ich kann nur empfehlen, das Buch einmal zur Hand zu nehmen, um quasi auch die „andere Seite“ des ganzen Themas ein wenig besser verstehen zu können (auch wenn ich mich da kaum hineinversetzen kann und nach wie vor nicht verstehe, wie man unschuldige Menschen töten kann und dabei denkt, man täte etwas Gutes). Empfehlen würde ich es ab 15 Jahren!



4/5 Punkten



Bildquelle: www.dtv-dasjungebuch.de

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Das Buch klingt ja sehr interessant und deine Rezension hat mich neugierig gemacht. Ich habs mir direkt auf die Wunschliste gesetzt.

    Bin heute zum ersten Mal auf deinem Blog und bin direkt Followerin geworden ♥

    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Schöne Rezension!
    Hört sich nach einem echt tollen Buch an.

    LG Melie

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